| Stadt Lucka Informationen |
Werte Gäste, meine lieben Luckschen!Gestatten Se mor, doß ich mich Ihnen vorstelle. Ich bin dor Schuster. Nee, nich irchendeener, sondorn dor Lucksche Schuster. Ich hab mor so gedacht, doß ich Ihnen mit dieser Seite unsre Heimatstadt, mei geliebtes Lucke, ee bißschen vorstelle. Se solln was ibbor de Geschichte erfahren, un oo ee paar nützliche Tips erhalten. Alln, die in Lucke geborn sin, früher odor heite daselbst gelebt un gewercht ham un ihre Anhänglichkeet an de alte Heimat beweisen wolln, soll de kleenen Beitreege Vergniechen un Hilfe bieten. Un all unsern Gäste ee herzliches Willkomm in unser Stadt. Dos wünscht alln dor Lucksche Schuster Zur Geschichte unserer Stadt Im 5. und 6. Jahrhundert wanderten Sorben und Wenden in das Gebiet unserer Heimat ein. Die Landschaft war gekennzeichnet durch Wälder, Wiesen und Bäche. Deshalb nannten die Einwanderer die von ihnen gegründete Siedlung Luckow oder Luckowa. Dieser Name bedeutet Wiesenaue. Der entstandene Ort war eine Dorfsiedlung mit unregelmäßigem Kern. Das Straßennetz war in Rippenform angeordnet und der Marktplatz hatte eine dreieckige Form. Lucka wurde erstmals 1320 urkundlich erwähnt. Alle Jubiläumsfeiern gehen aber auf die Schlacht bei Lucka 1307 zurück. Der Lebensunterhalt wurde vorwiegend durch Ackerbau und Handwerk bestritten. Vor allem Gerber und Schuhmacher wurden seßhaft. So gab es zwischen 1800 und 1850 bis zu sechzig Schuster im Ort, Ende des vergangenen Jahrhunderts waren es noch zwanzig. Das Luckaer Schuhhandwerk war weit und breit bekannt. Bald erhielt deswegen unsere Stadt den Beinamen „Schuster-Lucke”. Diese liebevolle Bezeichnung ist seitdem ein Inbegriff von Fleiß, Ehrlichkeit und Humor. Die Schlacht bei LuckaAm 31. Mai 1307 fand in unmittelbarer Nähe unseres Ortes eine historische Schlacht statt. Es war die bewaffnete Auseinandersetzung zwischen den Häusern Habsburg und Wettin. Die Wettiner siegten, denn die Markgrafen Friedrich der Freidige und Diezmann schlugen das königliche Heer von Albrecht von Österreich, das unter dem Oberbefehl des Burggrafen Friedrich von Nürnberg stand. Dieser Sieg hatte große Bedeutung für den Fortbestand des Herrscherhauses Wettin. Sagen erinnern noch heute an diesen ereignisreichen Tag. So soll eine Bäuerin mit der Mistgabel feindliche Schwaben erstochen haben, die sich im Backofen versteckt hielten. Andere Unterlegene verkrochen sich aus Angst in aufgeschlitzten Pferdeleibern. Ebenso unbewiesen ist die Meinung, daß Lucka aus Anlaß des Sieges das Stadtrecht verliehen bekam.Luckaer Pfarrkirche St. Pankratius Auf der dreieckigen Marktanlage befindet sich inmitten der Stadt die Pfarrkirche St. Pankratius. Bereits 1396 und 1429 wurde sie urkundlich erwähnt. Der große Brand im Jahre 1637 zerstörte das Gotteshaus fast vollständig. Aus Geldmangel konnte beim Wiederaufbau kein Turm errichtet werden. Fortan verspottete man die Luckaer Bürger, da ihre Kirche „keinen Schatten” mehr werfe. Deshalb war es ein Fest für den Ort, als 1891 der neue Kirchturm geweiht wurde. Mit einer stattlichen Höhe von 56 Metern kündet er weithin von einem sehenswerten Bauwerk Luckas und zeigt in alle vier Himmelsrichtungen an, was die Stunde geschlagen hat. Der Wettinbrunnen – Wahrzeichen von Lucka Am 31. Mai 1908 wurde unser Brunnendenkmal seiner Bestimmung übergeben. Schöpfer dieses imposanten Bauwerks war ein ehemaliger Luckaer, der Maler und Bildhauer Prof. Reinhold Carl.Auf breiten Granitstufen befindet sich das Brunnenbecken, das seitlich von Sitzbänken mit helmgeschmückten Pfeilern flankiert wird. Der Spruch auf dem Beckenrand „Heut bind ich auf Meißen, Thüringen und Pleißen - Es wird dir glucke, wie den Schwaben bei Lucke” erinnert an die Schlacht von 1307. Auf einem Postament mit dem Schild der Wettiner sitzt ein 1,80 m hoher Löwe, das Wappentier des Herrscherhauses. Er symbolisiert den Mut und die unbezwingliche Kraft, die den siegreichen Friedrich den Freidigen auszeichneten. Das Bauwerk besteht größtenteils aus Würzburger Muschelkalk. Die Luckaer Apotheke Zu den ältesten Häusern unserer Stadt zählt die Apotheke „Am Löwen“. Harmonisch fügt sie sich in das Gebäudeensemble am Marktplatz ein und ist durch ihr schmuckes Aussehen zweifellos eine Attraktion des historischen Stadtkerns.Das älteste Privileg zum Führen einer Apotheke stammt vom 19. 10. 1703. An dieses Datum erinnert noch heute der Türstein über dem Eingang. 1719 zerstörte ein Brand das Gebäude. Die heutige Apotheke erbaute man 1720. Unter Beachtung des Denkmalschutzes wurden 1993 die Fassade und 1994 das Dach erneuert. Das Prößdorfer Schloß Unweit der Prößdorfer Kirche befindet sich das ehemalige Schloß mit den Nebengebäuden. Die Glanzzeit der Bauten ist allerdings längst Vergangenheit. Die einstige architektonische Schönheit läßt sich nur noch erahnen. Die Nachbildung einer ägyptischen Sphinx ist nicht ohne Reiz für den aufmerksamen Betrachter. Empfehlenswert ist aber immer noch ein Spaziergang durch den angrenzenden Park. Die Sphinx im Prößdorfer Park und der Prößdorfer See Der Prößdorfer See Wenige Gehminuten von Lucka entfernt befindet sich unmittelbar vor Prößdorf der idyllisch gelegene Badesee. Seit Anfang der 60er Jahre dient das ehemalige Tagebaurestloch als beliebte Badegelegenheit für die einheimische Bevölkerung. Auch viele auswärtige Besucher werden jährlich angelockt, um sich aktiv zu erholen. Für Angler bietet der Prößdorfer See neben Entspannung die Gelegenheit, ihren Sport auszuüben. Der Luckaer Forst und der Kammerforst Von großem Erholungswert ist sicherlich ein Spaziergang im Luckaer und im angrenzenden Kammerforst. Auch wenn der ursprüngliche Baumbestand durch den Bergbau größtenteils verloren ging, so zeigen die rekultivierten Gebiete doch schon wieder eine reichhaltige Welt der Fauna und Flora. So ist es keine Seltenheit mehr, daß man Rot- und Schwarzwild beobachten kann. Gut markierte Wanderwege laden zur aktiven Betätigung ein. |
Werte Gäste, meine lieben Luckschen!
Im 5. und 6. Jahrhundert wanderten Sorben und Wenden in das Gebiet unserer Heimat ein. Die Landschaft war gekennzeichnet durch Wälder, Wiesen und Bäche. Deshalb nannten die Einwanderer die von ihnen gegründete Siedlung Luckow oder Luckowa. Dieser Name bedeutet Wiesenaue. Der entstandene Ort war eine Dorfsiedlung mit unregelmäßigem Kern. Das Straßennetz war in Rippenform angeordnet und der Marktplatz hatte eine dreieckige Form. Lucka wurde erstmals 1320 urkundlich erwähnt. Alle Jubiläumsfeiern gehen aber auf die Schlacht bei Lucka 1307 zurück. Der Lebensunterhalt wurde vorwiegend durch Ackerbau und Handwerk bestritten. Vor allem Gerber und Schuhmacher wurden seßhaft. So gab es zwischen 1800 und 1850 bis zu sechzig Schuster im Ort, Ende des vergangenen Jahrhunderts waren es noch zwanzig. Das Luckaer Schuhhandwerk war weit und breit bekannt. Bald erhielt deswegen unsere Stadt den Beinamen „Schuster-Lucke”. Diese liebevolle Bezeichnung ist seitdem ein Inbegriff von Fleiß, Ehrlichkeit und Humor.
Auf der dreieckigen Marktanlage befindet sich inmitten der Stadt die Pfarrkirche St. Pankratius. Bereits 1396 und 1429 wurde sie urkundlich erwähnt. Der große Brand im Jahre 1637 zerstörte das Gotteshaus fast vollständig. Aus Geldmangel konnte beim Wiederaufbau kein Turm errichtet werden. Fortan verspottete man die Luckaer Bürger, da ihre Kirche „keinen Schatten” mehr werfe. Deshalb war es ein Fest für den Ort, als 1891 der neue Kirchturm geweiht wurde. Mit einer stattlichen Höhe von 56 Metern kündet er weithin von einem sehenswerten Bauwerk Luckas und zeigt in alle vier Himmelsrichtungen an, was die Stunde geschlagen hat.
Am 31. Mai 1908 wurde unser Brunnendenkmal seiner Bestimmung übergeben. Schöpfer dieses imposanten Bauwerks war ein ehemaliger Luckaer, der Maler und Bildhauer Prof. Reinhold Carl.
Zu den ältesten Häusern unserer Stadt zählt die Apotheke „Am Löwen“. Harmonisch fügt sie sich in das Gebäudeensemble am Marktplatz ein und ist durch ihr schmuckes Aussehen zweifellos eine Attraktion des historischen Stadtkerns.
Unweit der Prößdorfer Kirche befindet sich das ehemalige Schloß mit den Nebengebäuden. Die Glanzzeit der Bauten ist allerdings längst Vergangenheit. Die einstige architektonische Schönheit läßt sich nur noch erahnen. Die Nachbildung einer ägyptischen Sphinx ist nicht ohne Reiz für den aufmerksamen Betrachter. Empfehlenswert ist aber immer noch ein Spaziergang durch den angrenzenden Park.
Wenige Gehminuten von Lucka entfernt befindet sich unmittelbar vor Prößdorf der idyllisch gelegene Badesee. Seit Anfang der 60er Jahre dient das ehemalige Tagebaurestloch als beliebte Badegelegenheit für die einheimische Bevölkerung. Auch viele auswärtige Besucher werden jährlich angelockt, um sich aktiv zu erholen. Für Angler bietet der Prößdorfer See neben Entspannung die Gelegenheit, ihren Sport auszuüben.